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Der TagCristina Kirchner taucht wieder auf - vor Gericht

13.04.2016, 19:40 Uhr

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Cristina Kirchner - umjubelt von Anhängern in Buenos Aires. (Foto: dpa)

Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner war nach Niederlage ihres Wahlbündnisses Ende vergangenen Jahres im Süden des Landes abgetaucht und ist nun erstmals wieder öffentlich aufgetreten.

  • Die frühere Staatschefin (2007-2015) musste in Buenos Aires vor Gericht aussagen. Ihr werden unter anderem hohe Verluste bei Devisenverkäufen der Zentralbank angelastet.

  • In ihrer Aussage vor dem Richter wies sie ihre Vorladung als politische Verfolgung ohne juristische Grundlage zurück. Die Beschlüsse der Zentralbank seien im Rahmen der gültigen Gesetzgebung getroffen worden, der Verlust habe sich aus der von Macris Regierung beschlossenen Abwertung des Peso ergeben.

  • Argentinien leidet unter hoher Inflation und einem Kahlschlag bei Jobs im öffentlichen Sektor. Die Armutsrate ist seit Macris Amtsantritt sprunghaft auf über 30 Prozent angestiegen.

Auf ihrem Weg zum Gericht rief Kirchner vor 30.000 Demonstranten zu einer breiten Oppositionsfront gegen die Regierung ihres Nachfolgers Mauricio Macri auf. Alle "Benachteiligten" der aktuellen Regierungspolitik sollten sich dieser Bürgerfront anschließen.

Quelle: ntv.de