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Der TagDas Tote Meer stirbt: Touristenwege werden zu Gefahrenzonen
28.05.2026, 07:21 Uhr
Das Tote Meer schrumpft nach Angaben von Beobachtern seit Jahrzehnten deutlich. In den vergangenen 50 Jahren habe sich seine Oberfläche um rund ein Drittel verkleinert, der Wasserstand sinke jährlich um etwa 1,2 Meter. Am Ufer sichtbare Salzkrusten zeigten das Tempo der Entwicklung. Als Hauptursache gelten menschliche Eingriffe: Wasser werde in großem Umfang für Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung umgeleitet, zudem entnähmen Industrieanlagen jedes Jahr Milliarden Liter Wasser zur Mineralgewinnung. Die Folgen sind nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich spürbar. Orte, die früher als Badeziele genutzt wurden, verlieren zunehmend an Bedeutung. Viele Zufahrtsstraßen gelten inzwischen teils als gefährlich.