Der TagDas wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
Russland und die Ukraine haben nach ihrer dritten Verhandlungsrunde die Absicht bekräftigt, humanitäre Korridore in den umkämpften Gebieten zu schaffen. Es gebe kleine positive Schritte bei der Verbesserung der Logistik, hieß es von ukrainischer Seite. Nach russischen Angaben soll es heute einen neuen Anlauf für eine Feuerpause geben, um Menschen über die Korridore in Sicherheit zu bringen. Aussichten auf ein Ende aller Kampfhandlungen gibt es bisher nicht.
In einer neuen Videobotschaft hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt, dass er trotz der Kämpfe um Kiew die Hauptstadt nicht verlassen wird. Er verstecke sich nicht und habe vor niemandem Angst. Nach Angaben des Präsidialamts rief Selenskyj die ukrainischen Soldaten zurück, die in Auslandsmissionen eingesetzt sind. Die "hochprofessionellen Militärs" würden im Kampf gegen die "russische Aggression" benötigt, hieß es. Außerdem hat Russland erstmals offen mit einem Gas-Lieferstopp durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 gedroht. "Wir haben das volle Recht, eine "spiegelgerechte" Entscheidung zu treffen und ein Embargo zu erlassen", sagte der russische Vize-Regierungschef Alexander Nowak im Staatsfernsehen. Noch träfen sie diese Entscheidung nicht. Mehr zur aktuellen Lage in der Ukraine, lesen Sie in unserem Liveticker.
Diese Themen stehen für heute auf dem Plan:
Wegen der schweren Spannungen mit Russland sucht die EU neue Wege, um möglichst schnell unabhängig von russischem Gas zu werden. Dafür will die Brüsseler EU-Kommission um 15.30 Uhr einen Plan mit möglichen Maßnahmen vorlegen.
Am Kölner Verwaltungsgericht beginnt um 10.00 Uhr ein politisch brisantes Verfahren. Die AfD hat vier Klagen gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz eingereicht, in denen es unter anderem darum geht, ob der Inlandsgeheimdienst die gesamte Partei als Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstufen darf.
Erzieherinnen und Erzieher an kommunalen Kitas und andere Beschäftigte sozialer Berufe wollen heute bundesweit für mehr Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen. Zum Weltfrauentag will die Gewerkschaft Verdi damit den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst erhöhen.
Zum Internationalen Frauentag heute ruft Familien- und Frauenministerin Anne Spiegel dazu auf, nicht nachzulassen im Kampf gegen Sexismus und für die Gleichstellung der Geschlechter. Sexismus sei ein alltägliches Phänomen, das viele Frauen betreffe, gerade am Arbeitsplatz.
"Kämpfe für die Dinge, die dir wichtig sind. Aber kämpfe so, dass sich dir andere anschließen wollen!" Mit diesem Zitat der Gleichberechtigungsikone Ruth Bader Ginsburg wünsche ich Ihnen einen schönen Weltfrauentag. Bei Fragen, Anregungen oder Wünsche melden Sie sich unter dertag@n-tv.de
Ihre Yuki Schubert