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Der TagDebatte um bessere Tierhaltung

25.03.2024, 07:51 Uhr

Wie lebte das Tier, bevor es auf den Teller kam? Viehhaltung sollte nach Ansicht von Verbraucher- und Tierschützern transparenter werden. Wie das aussehen und welche Rolle Technik dabei spielen könnte:

  • Das Rind wurde drei Jahre alt, lebte auf der Schwäbischen Alb und legte rund 9,7 Millionen Schritte in seinem Leben zurück. Kurzum: Das Tier hatte wohl ein gutes Leben auf der Weide. Angaben wie diese könnten Verbraucher irgendwann im Supermarkt, im Restaurant oder in der Kantine lesen. Die Realität sieht zurzeit jedoch anders aus.

  • Viele Verbraucher wären bereit, höhere Preise für Fleisch aus besserer Tierhaltung zu bezahlen.

  • Ein Extrembeispiel für Transparenz in der Viehhaltung stellt das Konzept des Stuttgarter Startups "Million Steps" dar: Das 2022 gegründete Unternehmen hat in seiner Testphase Rinder und Kühe mit Chips an den Ohren ausgestattet, die mithilfe von GPS-Satelliten die Bewegung der Tiere verfolgen und speichern können. Das Startup will mithilfe dieser Daten ein Label auf den Markt bringen, das die Art der Tierhaltung digital veranschaulichen kann.

  • Aber auch die Politik will mehr Transparenz: Angaben wie das Bio-Siegel, Tierwohl-Label oder zur Haltungsform wurden bisher auf freiwilliger Basis angegeben. Im Juni 2023 wurde ein Gesetz für eine verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung beschlossen. Demnach gibt es fünf Haltungsformen von "Stall" bis "Bio". Diese Kennzeichnung gilt vorerst für Schweinefleisch und soll bald auf andere Tierarten übertragen werden. Aber Verbraucherschützer wollen mehr.

Quelle: ntv.de