Der TagDigitalpakt soll Senioren fit für Smartphone und Co. machen
Fix noch eine Sprachnachricht via Messenger an Oma senden oder abends per Video-Call quatschen? Das wäre super. Leider fehlte es einigen Senioren an Medienkompetenz in der sich schnell ändernden digitalen Welt. Dem will die Politik Rechnung tragen und Senioren fit machen für Smartphones, Tablets und Apps. Mit einem "Digitalpakt Alter" wollen das Bundesseniorenministerium und mehrere Verbände ältere Menschen beim Zugang zu Smartphones und digitaler Technik unterstützen. Senioren- und Familienministerin Christine Lambrecht stellte die Initiative gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso), dem Digitalverband Bitkom und der Bundesvereinigung kommunaler Spitzenverbände in Berlin vor.
Der Bagso-Vorsitzende und ehemalige SPD-Chef Franz Müntefering sagte, es gehe nicht darum, dass ältere Menschen Dinge aufgeben sollten, die ihnen wichtig seien. "Das Buch bleibt und die Zeitung bleibt und das Fernsehen bleibt und der Rundfunk bleibt und die Schallplatte bleibt." Aber es gebe den neuen Teil des Digitalen, der hilfreich sein könne im Leben. "Lern damit umzugehen, sodass Du ihn für Dich nutzen kannst."
Gerade für ältere Menschen könne das Internet das Leben leichter machen, zum Beispiel beim Einkaufen oder um mit anderen in Kontakt zu bleiben, sagte Lambrecht. Über den „Digitalpakt Alter“ bekommen nun zunächst 100 Initiativen vor Ort eine finanzielle Förderung für Schulungs- oder Mitmachangebote für Senioren. Langfristig solle in jeder Kommune ein Angebot zum digitalen Kompetenzerwerb für Ältere vorhanden sein, sagte Müntefering.