Der Tageu-gipfelEU-Gipfel: Kompromiss bei Corona-Hilfen bahnt sich an

EU-Ratspräsident Charles Michel hat Diplomaten zufolge einen Kompromissvorschlag im Streit um den Corona-Aufbaufonds vorgelegt. Danach könnte die Höhe der geplanten Zuschüsse für besonders von der Corona-Krise betroffene Staaten von 500 auf 450 Milliarden Euro sinken. Eine Kürzung der Zuschüsse hatten vor allem die sogenannten "Sparsamen Vier", Österreich, die Niederlanden, Dänemark und Schweden, gefordert.
In dem ursprünglichen Michel-Plan waren von den 500 Milliarden Euro Zuschüssen 310 Milliarden direkt für den sogenannten Recovery and Resilience Fonds (RRF) eingeplant. 190 Milliarden sollten daneben in neun andere, kleinere Programme fließen, die nicht direkt zur Bekämpfung des Wirtschaftseinbruches durch die Corona-Krise geplant waren.