Der TagEU-Land identifiziert ein Opfer in Epstein-Akten
Nachdem Lettland in den Ende Januar vom US-Justizministerium publik gemachten Epstein-Dokumenten als möglicher Rekrutierungsort für junge Frauen und Minderjährige aufgetaucht war, haben die Behörden in dem baltischen EU-Land Untersuchungen eingeleitet. Lettland wird in den Akten in verschiedenen Zusammenhängen mehr als 500 Mal erwähnt, die Hauptstadt Riga sogar mehr als 800 Mal. Medienberichten zufolge sind darin die Namen mehrerer lettischer Models und Modelagenturen sowie die persönliche Korrespondenz des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein mit lettischen jungen Frauen und Minderjährigen zu finden. Darunter ist demnach auch ein Video, in dem ein junges Mädchen leicht bekleidet über den Boden einer Modelagentur in Lettland läuft, ihren Körper präsentiert und sich mit Namen, Größe und Wohnort Riga vorstellt.
Nun gelang es Lettlands Polizei, ein weibliches Opfer zu identifizieren. Dabei handele es sich um eine lettische Staatsbürgerin, sagte Polizeichef Armands Ruks im Fernsehen. Das mutmaßliche Opfer sei volljährig und von einem Ausländer rekrutiert worden, dessen Identität die Ermittler bereits festgestellt haben. Lettische Staatsbürger, die direkt an der Rekrutierung von Mädchen oder Frauen zur sexuellen Ausbeutung beteiligt gewesen waren, sind nach Angaben von Ruks bislang noch keine identifiziert worden. Die lettische Polizei habe auch die USA um Rechtshilfe ersucht. Bislang liege aber noch keine Antwort vor, sagte der lettische Polizeichef.