Der TagEnttäuschter AfD-Politiker Neppe wirft hin

Frauke Petry bekommt einen weiteren Nachahmer - die AfD verliert damit erneut einen Mandatsträger, der mit dem Kurs der verbliebenen Parteiführung unzufrieden ist.
Mit einem verbitterten Brief an Parteimitglieder verabschiedete sich der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Frank Neppe aus Fraktion und Partei. In dem Brief beklagt Neppe, dass einige Funktionäre der Partei die AfD mit ihren Äußerungen "immer weiter in die rechte Ecke bugsieren".
Linksextreme Kräfte fühlten sich durch derartige Äußerungen zudem legitimiert, AfD-Politiker zu bedrohen. Neppe beklagte, die Partei habe ihm nach einem Angriff auf sein Haus "keinerlei Hilfe angeboten".
"Sehr enttäuscht bin ich auch von Mitgliedern, denen es in der AfD niemals um die Sache ging, sondern lediglich darum, ihr eigenes Ego zu befriedigen. Wie ein Fähnchen im Wind wechselten sie ihre Meinungen, um immer auf der Seite der vermeintlichen Mehrheit zu stehen. Dass sie nun auch die Kräfte unterstützen, die diese Partei unvermeidlich ins gesellschaftliche Aus führen, ist ihnen egal."
Seit der Bundestagswahl gab es bei den Landtagsfraktionen in NRW, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen insgesamt elf Austritte. Aus der Bundestagsfraktion verabschiedete sich in der vergangenen Woche zudem der Abgeordnete Mario Mieruch.