Der TagEs tat mir leid für die Kinder: Mutmaßlicher Block-Kidnapper sagt aus
Der Unternehmerin Christina Block wird vorgeworfen, einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in Dänemark erteilt zu haben. Die 53-Jährige bestreitet das. Hintergrund ist ein erbittert geführter Sorgerechtsstreit. In dem Prozess gegen Block hat nun der Chef der mutmaßlichen Entführer die Reaktion der Kinder bei der "Rückholaktion" geschildert. "Die Kinder haben geweint, sie waren geschockt und sehr unglücklich", sagte der Zeuge aus Israel bei der Fortsetzung seiner Befragung vor dem Landgericht Hamburg. "Es tat mir sehr leid für sie."
Der 10-jährige Junge und das 13-jährige Mädchen waren in der Silvesternacht 2023/24 in ein Auto gezerrt worden. Er habe seinem Team vor der Tat die Anweisung gegeben, "jegliche Gewalt zu minimieren", es so "menschlich" wie möglich auszuführen. Auf die Frage der Nebenklage, ob die Männer Waffen getragen hätten, antwortete der Zeuge: "Niemals." Der 68-Jährige hatte für seine Aussage in Deutschland sicheres Geleit bekommen.