Der TagEx-Häftling in den USA erhält sieben Millionen Dollar Entschädigung
Glynn Ray Simmons saß in den USA fast 50 Jahre im Gefängnis. Dabei war der Afroamerikaner unschuldig. Aufgrund des nun anerkannten Justizirrtums erhält der 71-Jährige eine Entschädigung in Millionenhöhe.
Wie aus behördlichen Dokumenten hervorgeht, stimmten die Stadtverordneten von Edmond im Bundesstaat Oklahoma für einen Vergleich mit Simmons in Höhe von 7,15 Millionen Dollar.
Simmons und ein weiterer Verdächtiger waren 1975 zum Tode verurteilt worden, weil sie angeblich im Jahr zuvor einen 30-jährigen Angestellten eines Spirituosengeschäfts bei einem Raubüberfall in Edmond ermordet hatten. Ihre Strafen wurden später in lebenslange Haft umgewandelt.
Während Simmons' Mitangeklagter Don Roberts 2008 aus dem Gefängnis entlassen wurde, kam Simmons erst im vergangenen Jahr frei - nach 48 Jahren, einem Monat und 18 Tagen. Damit hat er laut dem Nationalen Register für Freilassungen mehr Zeit im Gefängnis zugebracht als jeder andere Häftling in der US-Geschichte.