Der TagFlint-Bewohner erhalten nach Leitungswasser-Skandal 600 Millionen US-Dollar

Wer den Film "Fahrenheit 11/9" kennt, der wird mit der Geschichte der US-Stadt Flint (Michigan) vertraut sein. Dort hat sich der wohl größte Schmutzwasserskandal der Vereinigten Staaten abgespielt. Der republikanische Gouverneur Rick Snyder hatte 2014 die Wasserversorgung aus dem Huronsee im Rahmen von Sparmaßnahmen einstellen lassen - stattdessen wurde das Leitungswasser der Stadtbewohner aus dem Flint River bezogen. In den Fluss leiteten aber zahlreiche Industrieriesen ihre Abwässer und verseuchten damit das Wasser. Viele der vor allem sozial schwachen Stadtbewohner erkrankten daraufhin, zwei starben. Gegen die Anordnung der Wasserumstellung gingen Tausende dann gerichtlich vor.
Der US-Bundesstaat Michigan wird den Klägern nun 600 Millionen US-Dollar Entschädigung zusprechen. Beide Seite hätten sich auf diesen Vergleich geeinigt. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Einigung soll im Laufe der Woche verkündet werden. Die einzelnen Beträge sollen vom Leidensgrad und den Schäden der Bewohner von Flint abhängen, die durch das Trinken des Wassers entstanden sind.