Der TagForscher nehmen mutmaßlich Hitlers DNA unter die Lupe
Ein kleiner Stofffetzen mit einem Blutfleck soll neue Erkenntnisse über Adolf Hitlers Gesundheits- und Geisteszustand liefern. Ein Forschungsteam zeigt sich überzeugt, der Fetzen trage Spuren von Hitlers Blut und stamme von einem Sofa aus dem Führerbunker, auf dem sich der Diktator erschoss. Ein US-Soldat schnitt das Stoffstück heraus und brachte es in die USA, wie Erik Dorr erklärt, Kurator beim Gettysburg Museum of History. Die Forschenden glauben, in Hitlers Blut genetische Hinweise unter anderem auf ein erhöhtes Risiko für Autismus, eine mögliche bipolare Störung sowie auf das Kallmann-Syndrom gefunden zu haben. Bei der Hormonstörung wird wenig Testosteron gebildet. Dies kam unter anderem zu einem Mikropenis und geringem sexuellen Verlangen führen.
Eine Erklärung für die Gräueltaten wären die Krankheiten jedoch nicht. "Die allermeisten dieser Menschen tun nichts Böses. Das müssen wir im Hinterkopf behalten, damit es nicht zu einem Ungleichgewicht kommt. Man darf nicht alles auf die Genetik reduzieren, denn es gibt viele weitere Faktoren", sagt der Autismusforscher Baron Cohen von der Universität Cambridge. Bislang ist die DNA-Analyse des Forschungsteams zudem mit Vorsicht zu betrachten. Eine unabhängige Überprüfung steht noch aus. "Hitlers DNA - Das letzte Geheimnis des Diktators" ist am 04. Juni ab 21:05 Uhr bei ntv und ab dem 05. Juni in voller Länge bei RTL+ zu sehen.