Der TagGauland stichelt gegen Meuthen: Rede "eines Vorsitzenden nicht würdig"
Die AfD-Spitze streitet weiter über die Rede von Parteichef Jörg Meuthen auf dem Bundesparteitag am vergangenen Wochenende. "Ton, Zeitpunkt und Inhalt dieser Rede waren eines Vorsitzenden nicht würdig", sagt der Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Alexander Gauland. "Es wäre seine Aufgabe gewesen, die Partei zusammenzuführen, nicht Teile abzustoßen." Selten habe eine Rede so eine Auswirkung gehabt, so Gauland. "Über unser Rentenkonzept redet niemand, es interessiert schlicht nicht." Der 79-Jährige sprach auch von einer "Steilvorlage" für den Verfassungsschutz. Er unterstelle nicht, dass Meuthen dies gewollt habe. "Aber er hätte länger darüber nachdenken müssen".
Meuthen hatte von "Provokateuren" in den eigenen Reihen gesprochen und die Partei vor dem Wahljahr 2021 zu Disziplin ermahnt. Am Wochenende verteidigt er seine Kritik erneut. "Die intensive Diskussion zur Disziplinierung der Partei war notwendig und richtig", sagt Meuthen der "Süddeutschen Zeitung". "Kalkar war ein sehr erfolgreicher Parteitag. Wir haben mit Annahme des Leitantrags zur Sozialpolitik mit überwältigender Mehrheit unser Parteiprogramm vervollständigt und exzellente Personalnachwahlen zu Bundesvorstand und Bundesschiedsgericht vorgenommen."
