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Der TagGefährliches Hobby - Umweltbehörde warnt vor Magnetangeln

23.05.2019, 08:00 Uhr
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So sorglos wie diese Jungen in Kalkutta sollten Magnetangler in Hamburg nicht vorgehen. (Foto: imago/robertharding)

Eines meiner liebsten Kinderspiele war das mit den kleinen Plastikangeln. An denen waren winzige Magnete befestigt mit denen Fische geangelt werden mussten, die ihr Magnet-Maul auf und zu machten. Bei der nun herausgegebenen Warnung der Hamburger Umweltbehörde geht es natürlich um etwas stärkere und größere Magneten. Denn diese werden auch im realen Leben in Gewässern verwendet. Doch viel zu oft befördern sie nicht harmlose Metallgegenstände an die Oberfläche, sondern Kriegswaffen.

  • Das sogenannte Magnetangeln sei ein äußerst gefährliches Hobby, so die Umweltbehörde. Insbesondere in den vergangenen Monaten seien mehrfach Granaten oder Pistolen aus dem Wasser gefischt worden. Diese Gegenstände sind in den meisten Fällen immer noch hochexplosiv.

  • Die Behörde wies darauf hin, dass das Magnetfischen laut Hamburgischem Wassergesetz eine genehmigungspflichtige Gewässerbenutzung (Sondernutzung) sei. "Jeder, der ohne Genehmigung der Wasserbehörde das Gewässer zum Magnetfischen nutzt, handelt mithin rechtswidrig", heißt es.

  • Zudem sei die Inbesitznahme von Kampfmitteln eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belegt werden könne.