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Der TagGreta Thunberg taucht bei Gerichtsverhandlung in Stuttgart auf

22.05.2026, 14:49 Uhr

Im Stuttgarter Prozess um den Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm hat sich am vierten Verhandlungstag eine prominente Zuschauerin im Gerichtssaal eingefunden: die schwedische Klima- und Gaza-Aktivistin Greta Thunberg. Die 23-Jährige ist bekannt für ihren Einsatz gegen den Klimawandel, hat ihren Aktivismus zuletzt aber auch auf Menschenrechte und den Nahostkonflikt ausgeweitet.

22-05-2026-Baden-Wuerttemberg-Stuttgart-Die-Klimaaktivistin-Greta-Thunberg-sitzt-als-Zuschauerin-in-einem-Gerichtssaal-in-Stuttgart-Stammheim-bei-einem-Prozess-um-einen-Anschlag-gegen-ein-israelisches-Ruestungsunternehmen-Fuenf-Pro-Palaestina-Aktivisten-stehen-vor-Gericht-Sie-brachen-der-Anklage-zufolge-nachts-in-ein-israelisches-Ruestungsunternehmen-in-Ulm-ein-zerstoerten-Inventar-spruehten-die-Waende-voll-und-verursachten-einen-Millionenschaden
Thunberg in Stuttgart. (Foto: dpa)

Im Juni 2025 war sie an Bord des Hilfsschiffs "Madleen", das mit Hilfsgütern für den Gazastreifen unterwegs war, dann aber von Israel gestoppt wurde. Im Prozess in Stuttgart stehen fünf Pro-Palästina-Aktivisten vor Gericht, die im September 2025 in die Ulmer Niederlassung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems eingebrochen sein sollen. Sie sollen der Organisation "Palestine Action Germany" angehören und dabei Inventar im Wert von rund 1,44 Millionen Euro zerstört haben. Festnehmen ließen sie sich widerstandslos.

Sie würden nie Komplizen eines Systems sein wollen, dem jedes Mittel recht sei, "um Kolonialismus, Besatzung und unvorstellbares Leid zu legitimieren", schreiben die Angeklagten in einer Erklärung. Die Anwälte der Angeklagten behaupteten der "taz" zufolge vor Gericht, ein Großteil der in Gaza eingesetzten israelischen Drohnen komme vom betroffenen Rüstungsunternehmen Elbit.

Quelle: ntv.de