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Der TagGrüne und Linke rügen "mickrigen" Corona-Zuschuss für Bedürftige

04.02.2021, 12:46 Uhr
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Kein Lob von KGE und Bartsch. (Archivbild) (Foto: picture alliance/dpa)

Bezieher von Grundsicherungsleistungen sollen nach gestrigem Beschluss des Koalitionsausschusses einmalig 150 Euro bekommen. Zudem bekommen Eltern mit niedrigem und mittlerem Einkommen jeweils 150 pro Kind. Die SPD feiert das als großen Erfolg ihres Einsatzes für die sozial Schwachen inmitten der Pandemie. Der Jubel der Opposition hält sich dagegen in Grenzen. Diese "mickrige Einmalzahlung" sei eine herbe Enttäuschung, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Erwachsene und Kinder, die von Hartz IV leben müssten, bräuchten mehr Sicherheit. Der Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch sagte der "Rheinischen Post": "Eine einmalige, bescheidende Zahlung ist kein Ruhmesblatt für die bisherige Ignoranz." Die beschlossene Einmalzahlung helfe strukturell und dauerhaft so wenig wie ein weiterer Kinderbonus.

Nachtrag: Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), auf dessen Unterstützung die SPD meist zielt, ist unzufrieden: "Das Ergebnis ist ein Tropfen auf den heißen Stein was die Herausforderungen und Nöte geringverdienender Arbeitnehmer und armer Familien angeht", kritisierte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. Eine einmalige 150-Euro-Hilfe bleibe "Lichtjahre hinter den tatsächlichen monatlich wiederkehrenden Mehrkosten in der Corona-Krise zurück".

Quelle: ntv.de