Der TagHabeck watscht Klimaaktivisten ab: "Protestformen, die verärgern, helfen nicht"
Die Klimaaktivisten der Letzten Generation sind zuletzt heftig in die Kritik geraten, nachdem einige von ihnen am Hauptstadtflughafen BER den Flugbetrieb lahmgelegt hatten. Zu den Kritikern gesellt sich nun auch Robert Habeck - Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. "Ich verstehe natürlich deren Frust, Zorn, auch die existenzielle Angst", sagt er im Interview mit dem "Stern". "Aber am Ende braucht ein politisches Ziel in einer Demokratie eine Mehrheit. Und dabei helfen Protestformen, die verärgern, nicht wirklich."
Die Tabubrüche der Gruppe Fridays for Future seien so klug dosiert gewesen, dass sich sehr viele Menschen dahinter versammeln konnten, fügt der Minister hinzu. "Sie haben nichts zerstört oder beschmutzt." Dies sei der große Unterschied zur Letzten Generation. "Hier erleben wir eine Radikalisierung der Wenigen. Das ist schlecht", so Habeck. "Wer Klimapolitik aus einer Minderheitenposition heraus betreiben muss, hat schon verloren."
Der Grünen-Politiker räumt aber auch ein, dass Deutschland genau wie der Rest der Welt beim Klimaschutz "Jahre zu spät" dran sei. "Ja, es wird verdammt schwierig", sagt er. Die Aufgabe sei "immens". "Aber die Antwort darauf ist das konkrete Tun."