Der TagHäftlinge rebellieren aus Angst vor Coronavirus

Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus haben Gefangene in einer Haftanstalt in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gegen die hygienischen Bedingungen hinter Gittern protestiert.
Die Häftlinge eines Bundesgefängnisses im Stadtteil Villa Devoto steckten Matratzen in Brand und warfen unter anderem Steine auf die Polizisten, wie im Fernsehsender TN zu sehen war.
Auf einem Transparent war zu lesen: "Wir weigern uns, im Gefängnis zu sterben."
Die Gefangenen forderten, dass Sicherheitsmaßnahmen in der Haftanstalt ergriffen werden, um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Zudem verlangten sie, dass Angehörige von Risikogruppen in den Hausarrest verlegt werden.
Zuletzt hatte bereits der Oberste Strafgerichtshof empfohlen, beispielsweise Untersuchungshäftlinge, Gefangene mit Freiheitsstrafen unter drei Jahren, schwangere Frauen und ältere Häftlinge in den Hausarrest zu entlassen.
Nach stundenlangen Verhandlungen stellten die Gefangenen den Aufstand vorerst ein. Im Laufe des Tages soll es einen runden Tisch geben.
In den oftmals überfüllten Haftanstalten haben die Menschen nur schlecht Zugang zu Warmwasser, Seife und medizinischer Versorgung.