Der TagHamas-Vertreter: Kein Interesse an Waffenruhe-Gesprächen mit Israel
Die radikalislamische Hamas hat nach Angaben eines hochrangigen Vertreters vorerst kein Interesse mehr an Waffenruhe-Gesprächen mit Israel. "Es hat keinen Sinn, Gespräche zu führen oder neue Vorschläge für eine Waffenruhe in Erwägung zu ziehen, solange der Hunger- und Vernichtungskrieg im Gazastreifen weitergeht", erklärt der Hamas-Vertreter Basem Naim. Die internationale Gemeinschaft solle Druck auf die Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ausüben, "die Verbrechen des Hungers, Durstes und Tötens im Gazastreifen zu beenden".
Israel hatte zuvor eine Ausweitung des Militäreinsatzes gegen die Hamas im Gazastreifen angekündigt. Das israelische Sicherheitskabinett verabschiedete am Montag zudem einen Plan, der nach Angaben aus Regierungskreisen eine "Eroberung" des Palästinensergebiets und das "Festhalten" an den eroberten Territorien vorsieht. Einem hochrangigen Regierungsmitarbeiter zufolge soll jedoch bis Mitte Mai ein "Fenster" für Verhandlungen mit der Hamas über die Freilassung der immer noch im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln offengelassen werden.