Der TagHinweise auf Involvierung des Kreml im Fall Nawalny verdichten sich
Im Fall Nawalny verdichten sich einem "Spiegel"-Bericht zufolge die Hinweise, dass der Kreml in das Attentat involviert gewesen sein könnte.
Bei dem festgestellten Stoff handele es sich um eine weiterentwickelte, "härtere" Form des Nervenkampfstoffes Nowitschok, soll der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, laut Bericht in einer geheimen Runde erklärt haben.
Je komplexer, neuer und seltener die chemische Zusammensetzung des Giftes, desto wahrscheinlicher sei es dem Bericht zufolge, dass jemand nur mithilfe des russischen Staatsapparates daran gelange. In den deutschen Sicherheitsbehörden werde derzeit davon ausgegangen, dass nur ein russischer Geheimdienst Nawalny vergiftet haben könne.
Da der Kreml-Kritiker nachweislich eng durch den russischen Inlandsgeheimdienst FSB überwacht worden sei, werde keine andere Möglichkeit gesehen, berichtete das Magazin.
Das Kalkül der Täter sei nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden gewesen, dass Nawalny noch an Bord des Flugzeugs sterbe. Nur die beherzte Notlandung des Piloten in Omsk und die Behandlung mit einem Gegengift im dortigen Krankenhaus hätten ihm das Leben gerettet.