Der Tag

Der Tag Holocaust-Überlebender klagt auf Verhüllung von Wehrmachts-Denkmal

135482608.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Holocaust-Überlebender und zwei weitere Menschen jüdischen Glaubens klagen in Lüneburg darauf, dass die Stadt ein Denkmal zu Ehren der deutschen Wehrmacht verhüllt. Der Gedenkstein für die 110. Infanterie-Division der Wehrmacht wurde 1960 errichtet, eine Debatte über das Mahnmal gibt es seit längerem. Am kommenden Mittwoch beschäftigt sich das Verwaltungsgericht in Lüneburg mit den Klagen der drei Menschen, die sich von dem Denkmal in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt sehen. "Die Kläger wollen eine Klarstellung, dass die Division an Verbrechen beteiligt war", sagte Gerichtssprecherin Ines Meyer-Albrecht. Einer der Kläger ist ein in Budapest lebender Holocaust-Überlebender. Zu den weiteren Klägern gehörten ein Mann aus London und eine Frau aus Laatzen bei Hannover. Derzeit ist der 1960 aufgestellte Gedenkstein beschmiert und wirkt relativ verwahrlost. "Der Gedenkstein ist ein Dokument für den unreflektierten Umgang mit der NS-Vergangenheit, der in den 1960er Jahren noch in vielen Städten und Einrichtungen präsent war. Heute ist er umstritten und ein Stein des Anstoßes - schmerzhaft in seiner Aussage, verletzend für die Nachfahren der Opfer, unverständlich für die nachfolgenden Generationen", heißt es auf der Erläuterungstafel der Stadt.

Quelle: ntv.de