Der TagHolzpreise steigen - keine Stifte mehr?
Gestiegene Kosten machen den Bunt- und Bleistiftherstellern zu schaffen. "Die Holzpreise sind deutlich gestiegen", sagt der Vorstandschef von Faber-Castell, Stefan Leitz, im bayerischen Stein. Dazu kämen die stark gestiegenen Schiffsraten und höhere Kosten für Energie und Kunststoff-Rezyklate, die Faber-Castell zum Beispiel für seine Textmarker einsetze. Auch die Konkurrenten Stabilo und Staedtler bekommen diese Entwicklung eigenen Angaben nach zu spüren. Das könnte Folgen für die Verbraucher haben. "Unser Anspruch ist, dass wir das durch Produktivitätssteigerungen soweit wie möglich ausgleichen können", sagt Leitz. "Dies ist jedoch nicht immer möglich. Der Rest muss folglich durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden."
Faber-Castell habe im vergangenen Jahr in einigen Ländern bereits die Preise angehoben. "In anderen Märkten, ganz besonders in Europa, beschäftigen wir uns gerade mit der Frage. Es ist nicht auszuschließen, dass wir dort noch selektiv für gewisse Produkte eine Preiserhöhung vor uns haben", so Leitz. Staedtler wollte sich einem Sprecher zufolge dagegen nicht näher dazu äußern, wie der Nürnberger Hersteller auf die Kostensteigerungen reagieren werde. Die Schließung von Schulen und Universitäten während der Pandemie habe die Schreibwarenbranche hart getroffen, sagte Faber-Castell-Chef Leitz.
Starke Zuwächse habe es im Künstler- und Hobbybereich gegeben - 30 Prozent allein im vergangenen Jahr. Der Online-Handel habe mit der Pandemie deutlich angezogen, und auch das Kosmetikgeschäft erhole sich.