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Der TagIW: "Kosten steigen" - Regierung bricht Versprechen

25.02.2026, 14:57 Uhr

Die von der Bundesregierung beschlossenen Änderungen am sogenannten Heizungsgesetz sorgen für Aufsehen. Insbesondere die Abschaffung der 65-Prozent-Regel für neue Heizungen, also das Betreiben mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien. Stattdessen soll die Grüngasquote kommen: Der Einbau fossil betriebener Anlagen wird wieder erlaubt, allerdings müssen sie mit einem wachsenden Mindestanteil klimafreundlicher Gase wie Biogas oder Wasserstoff betrieben werden.

Das Institut der deutschen Wirtschaft schreibt von einem "schweren Fehler". "Denn solche klimafreundlichen Gase sind noch nicht im ausreichenden Maß auf dem Markt verfügbar. Private Haushalte dürften damit in Zukunft mit der energieintensiven Industrie um knappes Grüngas konkurrieren. Die Folge: Die Kosten für Haushalte steigen und die begrenzten Mengen an Wasserstoff und Biogas - zu denen es beispielsweise in der chemischen Industrie kaum Alternativen gibt - werden vollkommen ineffizient genutzt." Das Versprechen der Politik, die Kosten für Haushalte nicht wesentlich zu erhöhen, sei nach IW-Berechnungen nicht zu halten.

Quelle: ntv.de