Der TagImam heiratet versehentlich einen Mann
In Uganda sorgt derzeit die Hochzeit eines muslimischen Geistlichen mit einem Mann für eine Debatte über sexuelle Minderheiten und Intoleranz.
Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt, wusste der Imam nach eigenen Angaben nicht, dass er bei der Zeremonie vor zwei Wochen im Bezirk Kayunga einen Mann heiratete. Der Geistliche wurde inzwischen von seinen religiösen Verpflichtungen entbunden. In sozialen Netzwerken haben etliche Ugander den Geistlichen als mutmaßlichen Homosexuellen verspottet. Der Fall zeige, "wie homophob das Land ist", sagte der Menschenrechtsaktivist Frank Mugisha der Nachrichtenagentur AP.
In den Tagen nach der Hochzeit wurde die falsche Braut wegen eines mutmaßlichen Diebstahls eines Fernsehers festgenommen. Bei der Untersuchung durch eine Polizistin sei der Verdächtige dann als männlich identifiziert worden, meldete die Zeitung "Daily Monitor". Ein Geistlicher sagte der Zeitung zudem, dass der Bräutigam Rat gesucht habe, als seine Braut "sich weigerte, sich beim Schlafen auszuziehen".
In Uganda steht Homosexualität unter Strafe. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Bestrebungen, härter gegen gleichgeschlechtliche Liebe durchzugreifen, etwa mit der Todesstrafe.