Der TagIran boykottiert Frankfurt wegen Rushdie-Einladung
Dann eben nicht: Der Iran wird die Frankfurter Buchmesse in der kommenden Woche boykottieren.
Mit diesem Schritt protestiere der Iran "energisch" gegen die Anwesenheit des britischen Schriftstellers Salman Rushdie bei der Buchmesse, gab das Kulturministerium in Teheran bekannt. "Unter dem Vorwand der Meinungsfreiheit" sei "eine in der islamischen Welt verhasste Persönlichkeit" nach Frankfurt eingeladen worden. Daher werde der Iran der Buchmesse fernbleiben.
Nach dem Erscheinen des aus Sicht vieler Muslime gotteslästerlichen Buchs "Die satanischen Verse" rief das damalige geistliche Oberhaupt des Irans, Ayatollah Khomeini, im Jahr 1989 zur Tötung Rushdies auf. Dieser musste daraufhin jahrelang im Verborgenen leben.
Rushdie soll am Dienstag bei der Eröffnungspressekonferenz der Buchmesse sprechen. Die Messe findet vom 14. bis zum 18. Oktober statt.