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Der TagIst dieser gefräßige Käfer aus Asien auch in Deutschland auf dem Vormarsch?

12.07.2024, 13:55 Uhr
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So sieht er aus, der Japankäfer (Popillia japonica). (Foto: picture alliance/dpa/LTZ)

Klein, aber ziemlich verfressen - und auf dem Vormarsch in Richtung Deutschland? Nach neuen Funden des gefräßigen Japankäfers in der Schweiz nahe der Grenze - darunter eine größere Kolonie - ist die deutsche Seite in Alarmbereitschaft. "Durch die neuen Käferfunde in der Grenzstadt hat sich die Bedrohungslage für Baden-Württemberg und für Deutschland verschärft", teilte Bernhard Schäfer mit, der am Julius Kühn-Institut in Braunschweig, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, das zuständige Fachinstitut für Pflanzengesundheitsfragen leitet. Der Käfer könne leicht und unbeabsichtigt überall nach Deutschland eingeschleppt werden, etwa als "Blinder Passagier" an Fahrzeugen oder mit Pflanzen und Pflanzenteilen wie einem Blumenstrauß.

Was so schlimm wäre an dem Käfer in Deutschland? Der aus Asien stammende Käfer hat hier keine natürlichen Feinde. Zudem fallen die Krabbeltiere über Obstplantagen, Weinberge, Wälder, Grünanlagen und Gärten her und fressen bei mehr als 300 Pflanzenarten alles kahl.

So wird der Käfer von Forschenden quasi zur "Fahndung" ausgeschrieben: Der Japankäfer ist nur etwa einen Zentimeter groß, hat einen metallisch glänzenden grünen Kopf und braune Flügel. Auffallend sind fünf weiße Haarbüschel an jeder Hinterleibseite und zwei weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs. Wer glaubt, einen entdeckt zu haben, soll so vorgehen: einfangen, einfrieren, fotografieren. Das Foto mit Fundort-Info dann an das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe schicken: Pflanzengesundheit-kaefer@ltz.bwl.de.

Quelle: ntv.de