Der Tag"Jesus" aus sibirischem Sektendorf muss hinter Gitter
"Jesus von Sibirien" bleibt vorerst in Haft. Der russische Sektenführer, der behauptet, eine Wiedergeburt Jesu zu sein, und im fernen Sibirien viele Anhänger hat, muss bis zum Beginn seines Prozesses mindestens zwei Monate im Gefängnis bleiben. Dies entschied ein Gericht in Nowosibirsk.
Sergej Torop alias Wissarion wurde gestern zusammen mit zwei Helfern von Spezialeinheiten in einer abgelegenen Siedlung festgenommen.
Die Ermittler werfen dem selbsternannten Messias vor, Anhänger finanziell ausgenommen und seelisch misshandelt zu haben. Der frühere Verkehrspolizist hat nach eigenen Worten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine "Erweckung" erlebt. 1991 gründete der 59-Jährige eine Sekte namens Kirche des Letzten Testaments. Sie hat tausende Anhänger, die in abgelegenen Siedlungen in Sibirien leben.