Der TagJuwelen-Raub in Dresden: Sicherheitsfirma bekommt Diebesgut angeboten

Am frühen Morgen des 25. November dringen zwei Unbekannte in Dresden in das Grüne Gewölbe ein. Sie hatten ein Gitter durchtrennt, das Fenster herausgestemmt, im Juwelenzimmer mit einer Axt Löcher in die Vitrine mit den prächtigsten Stücken gehackt und zugegriffen. Der Coup, der weltweit Schlagzeilen machte, dauerte nur wenige Minuten. Als die Polizei eintraf, waren Diebe und Beute verschwunden.
Eine israelische Sicherheitsfirma hat nach eigenen Angaben jetzt von Unbekannten Schmuckstücke aus dem Einbruch angeboten bekommen. Diese verlangten in E-Mails neun Millionen Euro für den Bruststern des Polnischen Weißen Adler-Ordens und den "Sächsischen Weißen". Dies bestätigte der Geschäftsführer der israelischen Sicherheitsfirma CGI, Zvika Nave.
Die Firma ist nach eigenen Angaben mit der Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen im Grünen Gewölbe beauftragt sowie mit der Untersuchung des Einbruchs. Die Zahlung sollte demnach in der Internetwährung Bitcoin erfolgen. "Alle Informationen wurden in Echtzeit an die Dresdner Staatsanwaltschaft übergeben", sagte Nave. Die E-Mail-Absender schrieben, ihre Nachricht sei nicht nachzuverfolgen, sie verwendeten verschiedene Verschlüsselungstechniken.