Der TagKanzleramtschef verteidigt Attest-Pläne: Leute sollen mehr arbeiten
Kanzleramtschef Thorsten Frei erhofft sich durch die von der Koalition geplanten Verschärfungen bei Krankschreibungen im Job, dass mehr gearbeitet wird. "Tatsächlich ist es so, dass wir das Arbeitsvolumen auch erhöhen müssen", sagte der CDU-Politiker im RTL/ntv-Frühstart. "Und das ist eines von vielen Mitteln, das wir dazu ergreifen." Die Pläne waren vorher von der Opposition und auch von Hausärzten scharf kritisiert worden.
Union und SPD wollen Deutschland mit einem umfassenden Reformpaket aus der Wirtschaftskrise führen. Eine der geplanten Maßnahmen: Die Möglichkeit, sich telefonisch auch ohne Praxisbesuch krankschreiben zu lassen, soll abgeschafft werden. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung soll schon am ersten Krankheitstag verpflichtend vorgelegt werden. "Wir kehren zurück zu den Verhältnissen, die wir in der Vor-Corona-Zeit hatten, und uns erscheint es sinnvoll, weil es ist natürlich klar: Wenn jemand krank ist, dann muss diese Krankheit auch bescheinigt werden", sagte Frei.