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Der TagKarliczek will CO2-Preis "bei Bedarf" anziehen

08.08.2021, 11:14 Uhr

Die Diskussion um den Preis von CO2-Zertifikaten ist höchst umstritten. Klimaaktivisten wie Louisa Neubauer von Fridays for Future wollen den Preis auf über 100 Euro festlegen - andere Klimaaktivisten wie Wiebke Winter von der Klima-Union sehen den Preis eher bei 50 bis 60 Euro. Derzeit liegt der Preis bei 25 Euro. Nun will auch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek den Preis für CO2-Zertifikate anheben, wenn die Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele nicht ausreichen.

"Mit dem CO2-Preis haben wir ein wirkungsvolles Instrument geschaffen, mit dem wir jederzeit nachsteuern können", sagte die CDU-Politikerin kurz bevor der Weltklimarat (IPCC) morgen seinen neuen Bericht vorlegt. "Bei Bedarf müssen wir den Preis weiter anziehen, und dabei die sozialen Auswirkungen abfedern."

Der CO2-Preis wird auf Emissionen erhoben, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstehen und damit das Klima belasten. Unternehmen, die Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel auf den Markt bringen, müssen Zertifikate für zurzeit 25 Euro pro Tonne CO2 erwerben, die bei der Verbrennung der Heiz- und Kraftstoffe freigesetzt wird. Das erhöht den Preis von Benzin um etwa sieben Cent pro Liter, von Diesel um etwa acht Cent.

Quelle: ntv.de