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Der TagKlimawandel: Neue Bienen und Wespen breiten sich im Norden aus

24.04.2025, 15:24 Uhr
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In der Realität nicht so blau, wie man vermuten könnte: die Blauschillernde Sandbiene. (Foto: picture alliance / blickwinkel/H. Bellmann/F. Hecke)

Sagt Ihnen die Blauschillernde Sandbiene etwas? Sie ist nicht nur im Jahr 2019 zur Wildbiene des Jahres gekürzt worden, sie könnte Ihnen immer häufiger auch mal im Norden Deutschlands begegnen. Die Veränderung des Wetters hin zu mehr Trockenheit und Wärme sorgt wohl dafür, dass sich immer mehr Insektenarten "hier oben" im Norden heimisch fühlen. So haben Forscher seit dem Jahr 2020 mehr als 15 Bienen- und Wespenarten erstmalig im Bundesland Bremen nachgewiesen, wie eine Sprecherin des Übersee-Museums mitteilt. Demnach entdeckte ein deutsch-niederländisches Autorenteam, dem auch der Insektenkundler des Übersee-Museums Volker Lohrmann angehört, die Arten. Neben der Blauschillernden Sandbiene wurden etwa die Heuschreckensandwespe, die Orientalische Mauerwespe und der Stahlblaue Grillenjäger in Bremen nachgewiesen. Die letzten beiden Arten lebten ursprünglich in Asien bzw. Amerika und kamen mit Menschen nach Europa. "Jetzt trägt sie die Welle des Klimawandels in den Norden", hieß es. Zu den Neuankömmlingen im Stadtgebiet Bremen zählt auch die Asiatische Hornisse - sie wurde Anfang des Jahres 2024 entdeckt.

Quelle: ntv.de