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Der TagKrebsforscher zweifelt an EU-Studien zur Harmlosigkeit von Glyphosat

02.07.2021, 18:32 Uhr

Die Unbedenklichkeitseinschätzung von Glyphosat durch EU-Behörden beruht auf fragwürdigen und veralteten Untersuchungen. Dies legt eine Studie des Wiener Toxikologen Siegfried Knasmüller nahe, wie der "Spiegel" berichtet. Der Krebsforscher hat dafür 53 Studien zu möglichen Erbgutschäden untersucht, die die Industrie bei den EU-Zulassungsbehörden eingereicht hatten. Die Studien standen lange unter Verschluss.

Die Untersuchungen, die die Unbedenklichkeit von Glyphosat belegen sollen, hält Knasmüller laut dem Nachrichtenmagazin für ein "Desaster". Mal habe die untersuchte Zellenzahl nicht gereicht, mal seien nicht genügend Bakterienstämme verwendet worden. Den 2014 geltenden OECD-Standards hätten die Tests meist jedenfalls nicht entsprochen. Kurz darauf, im Jahr 2015, winkte das von der EU beauftragte Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die meisten dieser Tests als "akzeptabel" durch. Im Gegensatz zu den staatlichen Prüfern, die 85 Prozent der Genotoxizitätsstudien für akzeptabel hielten, stufte Knasmüller nur 4 Prozent als zuverlässig ein.

Quelle: ntv.de