Der Tag

Der TagLange Allmissionen hinterlassen Hirnschäden

12.10.2021, 13:40 Uhr

Langzeit-Missionen im All führen bei Raumfahrern nicht nur zum Muskel- und Knochenschwund, sondern hinterlassen auch Schäden am Gehirn. Das bestätigten Forscher nun mithilfe von Bluttests, wie die Ludwig-Maximilians-Universität München mitteilte. Gemeinsam mit schwedischen und russischen Kollegen haben die Münchner erstmals bei Kosmonauten anhand von hochmodernen Bluttests die Gehirnstruktur vor und nach ihrer Rückkehr aus dem All untersucht.

Das Ergebnis: Die fünf Raumfahrer waren im Schnitt 169 Tage an Bord der internationalen Raumstation ISS. "Insgesamt deuten unsere Ergebnisse auf eine leichtgradige, aber anhaltende Hirnverletzung und einen beschleunigten Alterungsprozess des Gehirns bei Rückkehr zur Erde hin", erklärte LMU-Mediziner Peter zu Eulenburg. Dabei scheinen alle relevanten Gewebsarten des Gehirns betroffen zu sein. Als klinischer Hinweis für neurologische Folgen eines Langzeitaufenthalts im All sind bisher lediglich Veränderungen des Sehvermögens bei einigen Raumfahrern festgestellt worden.

Quelle: ntv.de