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Der TagLange Haftstrafen für Brand in geplanter Asylunterkunft

28.04.2016, 16:38 Uhr

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Anschlag in Meißen: Ein Wohnraum brannte völlig aus, das mehrstöckige Haus wurde vorerst unbewohnbar. (Foto: dpa)

Rund zehn Monate nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Meißen sind die beiden Angeklagten zu Haftstrafen von jeweils drei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Dresden sprach die 38 und 41 Jahre alten Männer vorsätzlicher Brandstiftung, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs schuldig, wie ein Justizsprecher sagte.

Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass die Angeklagten den Anschlag aus ausländerfeindlichen Motiven verübten. Sie sollen im vergangenen Juni gewaltsam in ein Meißener Wohnhaus, in das Flüchtlinge einziehen sollten, eingedrungen sein. Mit Hilfe von Brandbeschleunigern legten sie dort Feuer.

Als besonders erschreckend bezeichnete die Vorsitzende Richterin nach Angaben des Gerichtssprechers, dass es sich bei den Angeklagten nicht um einschlägige Kriminelle handle, sondern beide aus der "Mitte der Gesellschaft" kämen.

Quelle: ntv.de