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Der TagLenkte eine "inkompetente Crew" den "nicht seetauglichen" Frachter gegen Baltimore-Brücke?

24.04.2024, 13:07 Uhr

Ende März fährt ein großes Containerschiff nachts gegen eine Autobahnbrücke in Baltimore und bringt diese zum Einsturz. Sechs Arbeiter kommen ums Leben. Knapp einen Monat später verklagt die US-Stadt den Eigentümer und Betreiber des Schiffes "Dali". Das berichtet der "Guardian".

  • In einem am Montag eingereichten Gerichtsdokument, das der britischen Zeitung vorliegt, heißt es, die Muttergesellschaft des Schiffes, Grace Ocean Private Ltd., und sein Betreiber, die Synergy Marine Group, hätten "möglicherweise kriminell fahrlässig" gehandelt, als sie am 26. März die Francis Scott Key Bridge zum Einsturz brachten.

  • Nach Ansicht der Stadt sei der Zusammenbruch durch die "Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit, grobe Fahrlässigkeit und Rücksichtslosigkeit" des Eigners verursacht worden, und zwar als Folge der Seeuntauglichkeit des Schiffes.

  • Die Beamten in Baltimore behaupten dem Bericht zufolge, dass vor dem Auslaufen aus dem Hafen "Alarme ausgelöst wurden, die auf eine uneinheitliche Energieversorgung der 'Dali' hinwiesen". "Die 'Dali' verließ den Hafen trotzdem, obwohl sie eindeutig seeuntüchtig war", zitiert der "Guardian" aus in den Dokumenten.

  • In der Klage werde auch behauptet, dass das Schiff eine "inkompetente Besatzung" an Bord hatte, die "die örtlichen Schifffahrtsgepflogenheiten nicht einhielt" und der es an angemessener Qualifikation und Ausbildung mangelte.

  • Dem Eigner werde vorgeworfen, das Schiff mit "ungeeigneten Geräten, Systemen und Ausrüstungen" ausgestattet zu haben.

Quelle: ntv.de