Der Tag"Man sitzt auf der Bettkante und überlegt": Spahn verteidigt Pläne für Krankschreibungen
Unionsfraktionschef Jens Spahn hat die von der Koalition geplanten Verschärfungen bei Krankschreibungen im Job verteidigt. "Diejenigen, die wirklich krank sind, die sollen natürlich auch zu Hause bleiben können", sagte der CDU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin". "Aber die Frage stellt sich schon, ob die Deutschen so viel kränker sind tatsächlich als die anderen in Europa. Und deswegen braucht es da Maßnahmen."
Union und SPD wollen Deutschland mit einem umfassenden Reformpaket aus der Wirtschaftskrise führen. Eine der geplanten Maßnahmen: Die Möglichkeit, sich telefonisch auch ohne Praxisbesuch krankschreiben zu lassen, soll abgeschafft werden. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung soll schon am ersten Krankheitstag verpflichtend vorgelegt werden. Spahn sagte, jeder kenne doch "in seinem echten wahren Leben", im Bekannten- oder Freundeskreis, in der Nachbarschaft, vielleicht auf der Arbeit, immer wieder auch die Situation, insbesondere montags und freitags, wenn es sogenannte "Bettkantenentscheidungen" gebe. "Man sitzt auf der Bettkante und überlegt: "Passt das heute?""