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Der TagMassaker in El Salvador: Ex-Minister zu 133 Jahren Haft verurteilt

11.09.2020, 21:49 Uhr

Mehr als 30 Jahre nach einem Massaker in El Salvador an sechs Jesuiten und zwei Frauen ist ein früherer Oberst und Vize-Verteidigungsminister des mittelamerikanischen Landes zu mehr als 133 Jahren Haft verurteilt worden.

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Ein Graffiti in San Salvador erinnert an die Opfer des Massakers vor 30 Jahren. (Foto: imago images/Agencia EFE)
  • Der heute 77-jährige Inocente Montano sei für die Planung und Durchführung des Attentats verantwortlich gewesen, urteilten die Richter des Staatsgerichtshofes in Madrid.

  • Das Massaker, das weltweit für Aufsehen sorgte, fand in der Nacht zum 16. November 1989 auf dem Campus der Universidad Centroamericana UCA in San Salvador statt. Die Täter hatten es auf den spanischen Jesuiten und Rektor der Universität, Ignacio Ellacuría, abgesehen. Er galt im Bürgerkrieg (1980-1992) als Sympathisant der linken FMLN-Rebellen und wollte zwischen beiden Seiten vermitteln.

  • Die anderen Opfer - fünf Jesuitenpater, die Haushälterin der Gruppe und deren 16-jährige Tochter - wurden erschossen, um keine Zeugen der Tat zurückzulassen.