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Der TagMazedoniens Präsident wirft EU Versagen vor

04.03.2016, 17:42 Uhr

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Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, mit Mazedoniens Präsident Gjorge Ivanov. (Foto: AP)

Mazedoniens Präsident Gjorge Ivanov hat der Europäischen Union Versagen in der Flüchtlingskrise vorgeworfen. "Mazedonien verteidigt Europa vor sich selbst", sagte Ivanov in Rom. Das Land hatte für die Entscheidung, die Grenze zu Griechenland zu schließen, heftige Kritik einstecken müssen. "Europa hat heute mehr Mauern als zur Zeit des Kalten Krieges", so Ivanov. Doch die Krise habe man weder vorhergesehen, noch angemessen darauf reagiert.

Der Staatenbund habe "seine Binnengrenzen abgeschafft, ohne seine Außengrenzen zu sichern und nun muss jeder Mitgliedsstaat die Aufgabe übernehmen, welche die EU nicht erfüllt hat". Ivanov plädierte dafür, den Druck auf Griechenland und damit auf Mazedonien zu verringern, indem Flüchtlinge in andere EU-Staaten ausgeflogen werden."Europa ist nur so stark wie sein schwächstes Glied und dieses Glied ist heute Griechenland."

Quelle: ntv.de