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Der TagMerkel steckte Spickzettel nicht rechtzeitig weg

03.12.2018, 10:30 Uhr
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Auch ein Foto des australischen Premierministers ist auf Merkels Zettel zu erkennen. (Foto: picture alliance/dpa)

Wir alle hatten mal einen in der Schule oder der Uni: Einen Spickzettel, um Formeln oder Übersetzungen, die wir nicht wussten, kurz nachzugucken. Natürlich benutzen auch Politiker wie Kanzlerin Merkel solche Merkblättchen. Wer so viele Termine hat wie sie, kommt wohl kaum ohne aus. Doch sie sollten möglichst unauffällig benutzt werden. Das ist Merkel beim G20-Gipfel nicht so gut gelungen. Bei einem Treffen mit dem australischen Premierminister Scott Morrison war zu sehen, wie sich die Kanzlerin offensichtlich gerade noch über ihren Gesprächspartner einliest. Da saß Morrison schon längst neben ihr.

Die Australier nehmen die Spickzettel-Panne gelassen. Denn offenbar kennen Morrison auch viele Menschen in seinem Heimatland nicht. Er ist erst seit August Regierungschef. Die Zeitung "Sydney Morning Herald" schreibt, "Wer ist das? Australier können Angela Merkels Dilemma wahrscheinlich verstehen." Eine Twitter-Userin schreibt: "Dafür kann sie nichts. Ich lebe hier und weiß noch überhaupt nichts über ihn."

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