Der TagMexiko exhumiert mehr als 100 Leichen
Nach Schätzungen fielen in Mexiko in den vergangenen zehn Jahren rund 100.000 Menschen Gewaltdelikten zum Opfer - meist im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg. Ein besonderer Fall sorgt nun für Aufsehen:
Die Behörden müssen auf richterliche Anordnung hin zahlreiche Leichen aus einem Massengrab im Zentrum des Landes exhumieren.
Bei den 116 Toten in dem Grab im rund 100 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt gelegenen Ort Tetelcingo handelt es sich in manchen Fällen um mutmaßliche Opfer von Gewaltverbrechen, berichten Medien.
Die Ausgrabungen waren angeordnet worden, nachdem eine Familie wegen des Schicksals eines womöglich getöteten Angehörigen geklagt hatte. Der Leichnam sei ohne Einwilligung der Familie begraben worden, stellte eine Richterin fest.
Viele Menschen kamen zu den ersten Ausgrabungen, in der Hoffnung, die Überreste vermisster Angehöriger zu finden.