Der TagMigranten-Karawane erreicht US-Grenze

Sie haben Grenzen überschritten, Wüsten durchquert und Berge überwunden: Nach rund einem Monat sind Tausende Migranten aus Mittelamerika fast am Ziel. Heute werden rund 4000 Mitglieder der sogenannten Migranten-Karawane in Tijuana erwartet. Etwa 1600 Mittelamerikaner sind bereits in der Stadt an der Grenze zum US-Bundesstaat Kalifornien.
Die Menschen aus Mittelamerika haben in den vergangenen Wochen Tausende Kilometer zu Fuß, auf Lastwagen und in Bussen zurückgelegt. Sie fliehen vor der bitteren Armut und der Gewalt durch Jugendbanden in ihrer Heimat.
Die sogenannten Maras erpressen Schutzgeld, kontrollieren ganze Stadtviertel und zwangsrekrutieren Jugendliche. Am Grenzübergang El Chaparral trugen sich rund 150 Mittelamerikaner in eine Liste für Interviews bei den US-Behörden ein, um Asyl zu beantragen.
Im zurückliegenden US-Wahlkampf hatte vor allem US-Präsident Trump bei seinen Wählern Ängste vor diesen Migranten geschürt. Er sprach von einer drohenden Invasion, so als ob es sich um bewaffnete Kämpfer gehandelt hätte.