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Der Tag"Monolog eines Faschisten" im Theater sorgt für Tumult mit Handgreiflichkeiten

17.02.2026, 13:39 Uhr

Bei einer Premiere am Schauspielhaus Bochum ist es zu Tumulten und einem tätlichen Angriff auf einen Schauspieler gekommen. Zuschauer hatten bereits lautstark ihren Unmut über den gut zehnminütigen "Monolog eines Faschisten" geäußert, der zum Ende des Stücks "Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten" kommt. Schließlich hätten zwei Theatergäste am Samstag versucht, Schauspieler Ole Lagerpusch von der Bühne zu zerren, um den Monolog zu beenden, sagt ein Sprecher. "Es wurde handgreiflich."

Das Stück des portugiesischen Autors Tiago Rodrigues sei bereits in einigen anderen Ländern gezeigt worden und habe auch dort teils heftige Zuschauerreaktionen provoziert. "Aber es ist noch nie vorgekommen, dass Zuschauer den Schauspieler tatsächlich körperlich angegangen sind", sagt der Sprecher des Schauspielhauses.

In dem Schlussmonolog hält ein faschistischer Regierungschef eine Rede, die immer radikaler wird, Fremdenhass, Schwulenhass und Frauenfeindlichkeit bedient. Aus dem Publikum habe es Buh-Rufe gegeben. "Doch der Faschist gibt nicht klein bei, er redet und redet, so lange, bis ein Pfeifkonzert durch den Saal hallt. 'Halt die Fresse', ruft einer, während ein anderer Besucher entgegnet: 'Das gehört zum Spiel dazu, du Idiot'", berichtet die "WAZ" von der Premiere. Dann seien zwei Männer auf die Bühne gestürmt und den Schauspieler körperlich angegangen, sagt der Theatersprecher. Ein Kollege habe die Situation klären können. Der Schauspieler sei nicht verletzt worden, auch die Polizei sei nicht eingeschaltet worden.

Quelle: ntv.de