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Der TagMoshammer-Mörder könnte 2023 auf freien Fuß kommen

30.12.2022, 15:48 Uhr
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So kannten und liebten die Menschen Moshammer. (Foto: picture alliance / dpa)

Er war eine der schillerndsten Figuren im München der 1980er-Jahre und ist auch 18 Jahre nach seinem Tod vielen Menschen sicherlich noch gut in Erinnerung: Modeschöpfer Rudolph Moshammer. Markenzeichen waren unter anderem seine rabenschwarze und stets adrett gemachte Frisur, der ganz eigene "Mosi-Look", der schmale Oberlippenbart und Hündchen Daisy - ein Exzentriker durch und durch. Sein Tod im Januar 2005 bestürzte die Menschen weit über die bayerische Hauptstadt hinaus. Ein damals 25 Jahre alter Iraker hatte Moshammer ermordet, erdrosselt mit einem Stromkabel. Moshammer, der seine Homosexualität nie öffentlich machte, hatte ihn mit zu sich nach Hause genommen. DNA-Spuren überführten den Iraker als Mörder des Modeschöpfers. Das Landgericht München I verurteilte den damals 25-Jährigen wegen Mordes und Raubes und stellte die besondere Schwere der Schuld fest.

Nun könnte er auf Bewährung freikommen. Der Anwalt des Mannes habe einen entsprechenden Antrag gestellt, teilte das Landgericht Regensburg auf Anfrage mit. Dieses ist zuständig, da der Iraker in Straubing in Haft sitzt. Am 15. Januar 2023 wäre die Mindestverbüßungsdauer von 18 Jahren abgelaufen und damit laut Gerichtssprecher eine Haftentlassung möglich. Das Gericht müsse jetzt die Frage beantworten, ob eine Freilassung verantwortbar sei. Der Mann sei damals im Urteil als gefährlich eingestuft worden.

Mehr über den Modeschöpfer erfahren Sie auch in der Doku "Rudolph Moshammer - Der käufliche König" bei RTL+.

Quelle: ntv.de