Der Tag

Der TagNRW wagt besondere Maßnahme gegen akuten Lehrermangel

15.06.2026, 07:37 Uhr

Im Kampf gegen den Lehrermangel will Nordrhein-Westfalen Beamte im Pensionsalter nun mit einem Gehaltszuschlag von 15 Prozent für das Weiterarbeiten gewinnen. "Schieben Beamtinnen und Beamte ihren Ruhestand auf, so können sie dadurch ihre Versorgungsansprüche um jährlich 1,8 Prozent erhöhen. Haben sie den Höchstruhegehaltssatz bereits erreicht, so erhalten sie stattdessen einen Besoldungszuschlag in Höhe von zehn Prozent des Grundgehalts. Nach dem Willen der Landesregierung soll dieser Zuschlag in Zukunft auf 15 Prozent erhöht werden", sagte ein Sprecher des Ministeriums für Schule und Bildung der "Rheinischen Post". Dieser Zuschlag soll auch "unabhängig davon gewährt werden, ob die Lehrkräfte bereits den Höchstruhegehaltssatz erreicht haben".

"Angesichts des bundesweiten Lehrkräftemangels sind Lehrerinnen und Lehrer, die über die Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten, an den Schulen eine sehr willkommene Unterstützung", erklärte der Sprecher. NRW habe verschiedene Möglichkeiten geschaffen, um Lehrkräften im Gegenzug einen attraktiven Hinzuverdienst oder zusätzliche Versorgungsansprüche zu ermöglichen. "Nicht wenige Lehrkräfte machen von diesen Möglichkeiten Gebrauch: Im laufenden Schuljahr arbeiten an den nordrhein-westfälischen Schulen mehr als 1340 Lehrerinnen und Lehrer, die mindestens 67 Jahre alt sind", so der Sprecher. "Im Jahr 2016 waren es noch 473 Lehrkräfte, die 66 Jahre und älter waren und damit die damalige Regelaltersgrenze überschritten hatten." Damit habe sich die Zahl nahezu verdreifacht.

Quelle: ntv.de