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Der TagNach Klebeaktion an Rubens-Gemälde: Klimaaktivisten vor Gericht

04.05.2023, 14:44 Uhr

Trifft Kunst auf Klimaaktivismus, kommen meist hitzige Debatten zustande, häufig auch Gerichtsverfahren - diesmal in München. Dort wählten Klimaaktivisten in einem Museum das Gemälde "Der Bethlehemetische Kindermord" von Peter Paul Rubens für eine Klebeaktion aus. Es war eine bewusste Wahl, denn in der abgebildeten Darstellung von Babys, die aus den Armen ihrer Mütter geraubt werden, könne der Zukunftsraub der Jugend aufgrund politischer Versäumnisse in Sachen Klimaschutz interpretiert werden, sagt einer der beteiligten Aktivisten. Der sowie zwei weitere müssen sich vor dem Amtsgericht München verantworten.

Der Vorwurf: gemeinschädliche Sachbeschädigung.

Bei der Aktion soll der vergoldete Rahmen des Gemäldes, ein Stück aus dem 18. Jahrhundert mit einem geschätzten Wert von rund 50.000 Euro, zu Schaden gekommen sein. Restauratoren sagen, der Kleber hätte sich in den Rahmen gefressen, was den Wert dauerhaft um rund 5000 Euro mindere, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Außerdem soll die rote Bespannung der Wand Kleberspritzer abbekommen haben, die sich nicht mehr aus dem Gewebe lösen lassen.

Quelle: ntv.de