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Der TagNach Lindners Hochzeit: Demonstranten fordern auf Sylt mehr soziale Gerechtigkeit

16.07.2022, 18:16 Uhr
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Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses "Wer hat, der gibt" ziehen durch Westerland. (Foto: picture alliance/dpa)

"Es ist zwar etwas teurer, dafür ist man unter sich", sangen Die Ärzte bereits 1988 in ihrem Hit "Westerland" über die Sylt. Noch heute trifft sich dort die deutsche Prominenz zum Nordsee-Urlaub. Erst Anfang Juli feierte Bundesfinanzminister Christian Lindner auf der Insel ein rauschendes Hochzeitfest, das ihn einiges gekostet haben dürfte. Mit einem Marsch über Sylt haben linke Aktivisten heute für mehr soziale Gerechtigkeit demonstriert. Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich etwa 400 zumeist junge Menschen an der Protestaktion. Die Organisatoren selbst sprachen von rund 500 Teilnehmern. Den Angaben zufolge verlief der Marsch von Westerland nach Kampen bis zum Nachmittag friedlich.

Zu der Aktion aufgerufen hatte das Bündnis "Wer hat, der gibt", um Forderungen nach einer Umverteilung von Reichtum zu bekräftigen. "Auf Sylt bejubeln sich Reiche für Leistungen, die sie nicht erbracht haben, und vererben Geld, das sie nicht verdient haben", heißt es in dem im Internet veröffentlichten Aufruf. Andernorts sei das Armutsniveau derweil auf einem Rekordhoch, die rapide steigenden Preise trieben immer mehr Menschen in die Existenzangst. Bereits zu Lindners Hochzeit war eine Gruppe von Punks mit dem Ziel angereist, die Feier zu stören. Doch hatten sie sich für ihren lautstarken Protest laut Polizei das falsche Hotel ausgesucht.

Quelle: ntv.de