Der TagNach Pistolenschuss auf Silvesterparty: Meloni-Fraktion bestraft Abgeordneten

Politiker der ultrarechten Regierungspartei Fratelli D'Italia von Präsidentin Giorgia Meloni feiern fröhlich eine Silvesterparty in Piemont. Plötzlich fällt ein Schuss aus der Waffe des Abgeordneten Emanuele Pozzolo. Ein Gast wird am Bein verletzt. Nach dem Vorfall entbrennt eine hitzige Debatte in Italien, aber die Meloni-Partei sieht darin zunächst keine politische Relevanz. Jetzt reagiert die Regierungspartei und schließt Pozzolo vorläufig aus der Parlamentsfraktion aus. Wie mehrere italienische Medien berichteten, wurde seine Mitgliedschaft in der Gruppe der Abgeordneten der Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) von der Fraktionsspitze suspendiert. Der 38-Jährige saß bislang für die Meloni-Partei in der Abgeordnetenkammer, der größeren der beiden Parlamentskammern.
Bis heute ist unklar, wie sich der Schuss gelöst hat. Ersten Erkenntnissen zufolge soll Pozzolo seine Waffe - einen Mini-Revolver - den Gästen gezeigt haben. Dann fiel der Schuss, der den anderen Partygast verletzt. Der Verletzte sagte der Zeitung "La Stampa", dass Pozzolo die Waffe kurz vor dem Schuss in der Hand gehalten habe. Der Revolver sei auch nicht auf den Boden gefallen, wodurch sich ein Schuss hätte lösen können. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen Pozzolo wegen schwerer Körperverletzung. Der Abgeordnete bestreitet weiter, den Schuss abgegeben zu haben.