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Der TagNacht im Flugzeug: Münchner Flughafen und Lufthansa gestehen Fehler ein

27.02.2026, 11:38 Uhr

"Wir haben in dieser Nacht Fehler gemacht", sagt Lufthansa-Manager Heiko Reitz. Die Verantwortlichen von Flughafen und Airline haben nach der unfreiwilligen Übernachtung Hunderter Passagiere in Flugzeugen am Münchner Airport eingestanden, dass der Vorfall in der vergangenen Woche hätte verhindert werden können. So waren nach Airport-Angaben Dutzende Feuerwehrleute, die hätten helfen können, in unmittelbarer Nähe. "Sie hätten alarmiert werden sollen", sagte Thomas Hoff Andersson, der Geschäftsführer Aviation und Operation der Flughafen München GmbH. Insgesamt hätte es in jener eisigen Nacht mehrere Möglichkeiten gegeben, die Situation mit Notfallmaßnahmen zu beheben, das sei aber nicht geschehen. "Wir haben das nicht gut hingekriegt", sagte Hoff Andersson. Dafür wolle er sich bei den Passagieren und auch den Crews in den betroffenen Maschinen entschuldigen. Künftig soll es "klare Vorgaben geben, wenn Eskalationen auf die nächste Führungsebene erfolgen müssen". Außerdem wollen der Flughafen und die Lufthansa künftig in solchen Fällen noch enger kooperieren.

Heiko Reitz, zuständiger Bereichsvorstand von Lufthansa, sagte: "So etwas darf nicht passieren." Er sieht drei Gründe für die unfreiwillige Übernachtung der Passagiere im Flugzeug: Die Wettersituation sei außergewöhnlich schwierig gewesen, dann hätten zu wenig Busfahrer zur Verfügung gestanden, weil falsch priorisiert worden sei. Und dann habe man sich noch fälschlicherweise gegen eine "Eskalation" entschieden und dagegen, beispielsweise die Flughafenfeuerwehr zu alarmieren. Dabei hätten nach Flughafenangaben 49 Feuerwehrleute und auch Notfalltreppen in unmittelbarer Nähe zur Verfügung gestanden. Da keine Gefahr für die Passagiere bestanden habe, habe nicht automatisch ein Notfallplan gegriffen. Auch Hoff Andersson sprach von einer "Verkettung mehrerer Umstände".

Quelle: ntv.de