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Der TagOst und West driften bei Wahlen auseinander

31.05.2019, 07:59 Uhr

Auch bei der Europawahl hat die AfD in mehreren ostdeutschen Bundesländern über 20 Prozent der Stimmen geholt. Dass das Wahlverhalten im Osten und Westen Deutschlands immer stärker auseinander driftet, beobachtet der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, schon seit einigen Jahren.

  • "Die Situation ist tatsächlich besorgniserregend", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

  • Wenn man verhindern wolle, dass eine Partei wie die AfD gewinne, dann müsse es zu klareren Alternativen und Positionen der anderen Parteien kommen, sagte Krüger, der selbst Ostdeutscher ist.

  • "Die AfD profitiert von der allgemeinen Proteststimmung, nicht mehr repräsentiert zu sein. Deshalb ist es jetzt an den Parteien, klarere Kante zu zeigen." Es genüge nicht davon auszugehen, "dass man mit einem bunten Potpourri an Positionen in alle Richtungen ausstrahlt".