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Der TagPentagon verbietet Konföderiertenflagge - an manchen Orten

18.07.2020, 06:21 Uhr

Keine Flagge ist in den USA (momentan) wohl so umstritten wie die der Konföderierten. Für viele steht sie vor allem für eines: das Erbe der Sklaverei in den USA - und damit für Rassismus. Denn die Südstaaten (Konföderierten) hatten im US-Bürgerkrieg mit dem Norden von 1861 bis 1865 vergeblich für den Erhalt der Sklaverei gekämpft. Mit dem Tod George Floyds, ausgelöst durch Polizeigewalt, hat die Diskussion um die umstrittene Flagge wieder an Brisanz gewonnen.

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Auf der Straße, etwa wie hier bei Protesten, darf die Flagge weiterhin gezeigt werden. (Foto: picture alliance/dpa)

Um den Kritikern - auch aus den Streitkräften - wohl ein wenig entgegenzukommen, hat das Pentagon auf Anordnung des Verteidigungsministers Mark Esper die Konföderiertenflagge auf Militäreinrichtungen de facto verboten. In einer Anordnung Espers heißt es, Flaggen auf Militäreinrichtungen müssten alle Amerikaner mit Würde und Respekt behandeln und polarisierende Symbole vermeiden.

Ein ausdrückliches Verbot der Flagge vermied Esper mit seiner Anordnung allerdings. US-Medien wie das Nachrichtenportal Politico werteten das als Versuch Espers, Forderungen aus den Streitkräften nach einem Verbot nachzukommen, ohne US-Präsident Donald Trump zu verärgern. Trump hatte das Hissen der Südstaaten-Flagge mit Verweis auf die freie Meinungsäußerung immer wieder verteidigt.

Quelle: ntv.de